{"id":1515,"date":"2018-09-23T18:13:56","date_gmt":"2018-09-23T16:13:56","guid":{"rendered":"http:\/\/oberschule-geestemuende.de\/?p=1515"},"modified":"2018-09-23T22:21:24","modified_gmt":"2018-09-23T20:21:24","slug":"bericht-fuer-die-bremer-lehrer-zeitung-blz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/?p=1515","title":{"rendered":"Bericht f\u00fcr die Bremer Lehrer Zeitung (BLZ)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutsch-israelische Freundschaft<br \/>\nEin Schritt in Richtung Verst\u00e4ndigung<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber ein Austauschprojekt zwischen Bremerhaven und Tel Aviv<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/oberschule-geestemuende.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/israelgroupIMG_8242-1024x443.jpg\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"253\" class=\"alignnone size-large wp-image-1519\" srcset=\"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/israelgroupIMG_8242-1024x443.jpg 1024w, https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/israelgroupIMG_8242-300x130.jpg 300w, https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/israelgroupIMG_8242-768x332.jpg 768w, https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/israelgroupIMG_8242-500x216.jpg 500w, https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/israelgroupIMG_8242.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>15.08.2018 &#8211; Susanne Carstensen<\/p>\n<p><strong>Ein gl\u00fccklicher Zufall<\/strong><\/p>\n<p>Ein Zufall erm\u00f6glichte den Beginn einer &#8222;wunderbaren Freundschaft&#8220;. Eine Schule in Bremen konnte den Kontakt mit ihren israelischen Partnern nicht weiter pflegen. Die Medienwerkstatt der Oberschule Geestem\u00fcnde sah darin eine neue Herausforderung und \u00fcbernahm. Am Nikolaustag 2012 flog das Filmteam mit 12 junge Menschen zwischen 13 und 16 aus Bremerhaven zur ersten Kontaktaufnahme nach Israel. Nach Rosh HaAyin, 20 km \u00f6stlich von Tel Aviv. Im Gep\u00e4ck jede Menge Fragen, Vorurteile, Bilder von Konflikten und Krieg und eine noch gr\u00f6\u00dfere Portion Neugier.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrde uns erwarten?<\/strong><\/p>\n<p>Der Empfang war \u00fcberw\u00e4ltigend und herzlich, trotz der \u00dcbernacht-Reise. Und sofort war das Eis zwischen den Teilnehmer*innen am Austausch gebrochen. Wir lebten f\u00fcr die n\u00e4chsten 10 Tage in israelischen Familien! Englisch war die gemeinsame Sprache, wenn auch bei manchen von uns eher holperig. Aber wof\u00fcr gibt es H\u00e4nde, F\u00fc\u00dfe und offene Herzen!<\/p>\n<p>Das Conservatorium Rosh HaAyin ist der offizielle Partner in diesem Austausch. Dieser verkn\u00fcpft eng musikalischen Bildung in den Kinderg\u00e4rten und allgemeinbildenden Schulen der knapp 50.000 Einwohner z\u00e4hlenden Stadt. Das Gospelprojekt der Begin High School war unser Gastgeber.<\/p>\n<p><strong>Wunderbare Reisen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr uns wurden wunderbare Reisen nach Jerusalem, an das Tote Meer, nach Haifa und in die Karmelberge organisiert. Die gemeinsamen Reisen im Bus waren begleitet von Gesang, Geschnatter und auch wichtigen pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen. An unseren Ausflugszielen organisierten wir Filmaufnahmen mit Gespr\u00e4chsrunden und Interviews. Wir wollten uns ja ein eigenes Bild jenseits des medialen Gewitters in Deutschland machen.<\/p>\n<p>Unglaublich das zehn Tage ausreichten, um die vielen Fragezeichen und Vorurteile verschwinden zu lassen. Die Kraft und die spezielle Qualit\u00e4t unserer Sch\u00fcler*innen, sich auf neue Freundschaften einzulassen hat auch uns Betreuer, Lehrer und Eltern ger\u00fchrt. Zweifel, ob sich denn in so kurzer Zeit Verst\u00e4ndigung herstellen lie\u00dfe, von echter Zuneigung ganz zu schweigen, waren nachhaltig zerstreut. Eltern und Gro\u00dfeltern in Israel sind der deutschen Gruppe mit viel Offenheit entgegen getreten. Ihre politischen Ansichten zeugten und zeugen von der Hoffnung auf Frieden- und zwar \u00fcberall! Unsere Filmdokumentation &#8222;\u00dcber Vorurteile&#8220; hat 2013 den Sonderpreis des Bremer Senats f\u00fcr Medienarbeit zugesprochen bekommen.<\/p>\n<p>Der Film transportiert dieses aufeinander Zugehen in atmosph\u00e4rischen Bildern. Die vertrauensvolle und offen freundliche Stimmung begleitet seit dem jedes weitere Treffen.<\/p>\n<p>Ausgehend von den Stolpersteinen Gunter Demnigs in Bremerhaven besch\u00e4ftigten sich die Jugendlichen 2013 und 2014 in Deutschland und Israel mit Familienbiographien. Die Enkel der Zeitzeugen luden ihre Freunde aus Deutschland zu den Gro\u00dfeltern ein, die erst im hohen Alter den Mut fanden, ihrm eigenen Schicksal des \u00dcberlebens Ausdruck zu verleihen. Diese Begegnungen verliefen auf allen Ebenen sehr emotional und ergriffen.<br \/>\nZwei biographische Filme entstanden. Der Film &#8222;Stolpern&#8220; erhielt 2014 in New York den Preis als weltbester Sch\u00fclerfilm.<\/p>\n<p><strong>Freundschaft geht durch den Magen<\/strong><\/p>\n<p>Wandern die Menschen, dann wandert auch ihre K\u00fcche. In Bremerhaven kochten 2016 arabische, israelische, syrische und deutsche Jugendliche zusammen und erfanden ihre Beziehung neu: ein kleiner, pers\u00f6nlicher Schritt in Richtung Verst\u00e4ndigung, mehr ist es nicht. Aber in Anbetracht der offensichtlich un\u00fcberbr\u00fcckbaren Vorurteile und Haltungen vieler Erwachsener bis hinein in die gro\u00dfe Politik ein gro\u00dfer Sprung. Die entstandenen Projekttageb\u00fccher sind ein Quell der Emotion, Wandlung und Hoffnung.<\/p>\n<p>In Israel: Die Geschichte und Erfahrung direkt von \u00dcberlebenden des Holocaust erz\u00e4hlt zu bekommen. Gemeinsam zu h\u00f6ren, zu weinen, zu lachen und zu tr\u00e4umen. &#8222;Wie nah wir uns waren mit unseren W\u00fcnschen und Tr\u00e4umen. Nach Frieden und Liebe!&#8220; &#8222;.. mit meinen israelischen Freunden magische Orte und Momente erleben zu d\u00fcrfen&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Meine israelische (Gast-) Mutter lernte von ihrer Mutter ein deutsches Kinderlied, aber das wurde nur ganz leise gesungen, denn die Geschichte dazu war so schlimm. Sie hat es mir weinend vorgesungen. Wir beide haben dann gesungen und geweint, das war ein sehr ergreifender Moment. Meine israelische Mutter engagiert sich f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Am besten waren die Abende. Wir haben zusammen gesungen, gegessen und Spa\u00df gehabt.&#8220; &#8222;Die Leute in Israel gehen so freundlich und liebenswert miteinander um, das habe ich nicht erwartet.&#8220;<\/p>\n<p><strong>\u201eMeine Eltern m\u00fcssen noch viel lernen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In Deutschland: &#8222;Als die israelischen Jugendlichen in die Klassen gingen, um sich den Fragen deutscher, arabischer, syrischer und anderen Kulturen zu stellen, hatte ich Bauchschmerzen, dass unsere Sch\u00fcler nicht so freundlich sind.&#8220; &#8222;Gut, dass der Holocaust wie auch Pal\u00e4stina nicht das Hauptthema unseres Austausches war.&#8220; &#8222;Meine Eltern nehmen keinen Juden auf, obwohl meine Gasteltern in Israel gro\u00dfartig waren.&#8220; Ich wei\u00df, meine Eltern m\u00fcssen noch viel lernen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das waren die besten Tage meines Lebens und ich w\u00fcrde diese Reise mit euch jederzeit wiederholen!&#8220; &#8222;Diese Reise hat mir gezeigt, wie gleich die Menschen auf dieser Welt sind.&#8220; Auch nach 6 Jahren gibt es zweimal im Jahr ein Shalom und ein Herzliches Willkommen!<\/p>\n<p>In diesem Jahr organisiert die Medienwerkstatt der Oberschule Geestem\u00fcnde eine mobile Ausstellung zum Thema &#8222;Heimat und Fremde&#8220;. Unsere Partner aus Israel sind selbstverst\u00e4ndlich auch wieder dabei. Und ein Wiedersehen mit den inzwischen \u00fcber 100 Teilnehmern ist trotz der verschieden laufenden Lebensphasen (Milit\u00e4r, Ausbildung, Studium) in Deutschland und Israel geplant.<\/p>\n<p>Im Internet finden sich Filme, Berichte, Fotostrecken und Einladungen zu den aktuellen Veranstaltungen unter<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"fPDhqDU2Xm\"><p><a href=\"https:\/\/oberschule-geestemuende.de\/?p=272\">Heimat&#8230;Fremde<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Heimat&#8230;Fremde&#8220; &#8212; Oberschule-Geestem\u00fcnde\" src=\"https:\/\/oberschule-geestemuende.de\/?p=272&#038;embed=true#?secret=5XJmnoucJO#?secret=fPDhqDU2Xm\" data-secret=\"fPDhqDU2Xm\" width=\"584\" height=\"329\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gew-hb.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/ein-schritt-in-richtung-verstaendigung\/\">Bericht f\u00fcr die Bremer Lehrer Zeitung &#8222;BLZ-Bremen&#8220;<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsch-israelische Freundschaft Ein Schritt in Richtung Verst\u00e4ndigung \u00dcber ein Austauschprojekt zwischen Bremerhaven und Tel Aviv<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1521,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-1515","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-projekt-israel"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1515"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1515\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1520,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1515\/revisions\/1520"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1521"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oberschule-geestemuende.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}